Die folgenden Texte sind dem Buch CONNEXIONS OUTDOOR aus dem Peter Meyer Verlag entnommen. Dort finden Sie noch weitere nützliche Infos.
Wärmegewitter kündigen sich bei Hochdruck im Sommer durch ambossförmige Haufenwolken an, entladen sich lokal, danach klart es auf: Wolken beobachten, Schutz suchen und das Gewitter abwarten.
Frontgewitter verbreiten sich mehrere Tage großräumig mit einer Kaltfront und kühlen stark ab. Da bleibt nur der Abbruch der Bergtour.
Gewitter bergen Gefahren durch Blitz, Regen, Hagel, Schneefall und Temperatursturz mit vereisenden Böden. Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 15 Sekunden, können Blitze in der Nähe einschlagen.
Erhöhte direkte Einschlaggefahr haben: Gipfel, Waldrand, Einzelbäume, Heuhaufen, Grate, Maste, Gletschertische, Zeltstangen, Fahr- und Motorräder, Zäune, … und der aufrechte Körper. Erdströme bewirken eine gefährliche Schrittspannung zwischen den Füßen im Umkreis von 20 Metern um den Blitzeinschlag. Durch Spannungsableitung gefährlich sind Wasserleitungen, Bahngleise, Wasserflächen, nasse Rinnen, Eisendrähte, -leitern usw. Suchen Sie einen sicheren Platz: Mindestens eine Körperlänge von der Felswand weg und 7 – 8 Körperlängen unter einem Vorsprung. Höhlen und Grotten sind nur sicher, wenn sie genügend Rücken- und Kopffreiheit sowie Abstand zur Außenkante bieten. Auf isolierender Unterlage eng kauern, Füße zusammen. Viel Abstand halten zu Wänden, Zelthaut oder Zeltstangen. Eigensicherung beim Klettern nur unterhalb des Herzens anlegen. Metallgegenstände, wie z.B. Eispickel, tragen kaum zur Erhöhung der Gefahr bei und müssen nicht unbedingt weit entfernt werden.
Sicher sind Auto, Eisenbahn-, Campingwagen und andere Metallkabinen.
Suchen Sie einzeln Schutz, damit gegenseitige Hilfe möglich ist.
| Beaufort-Skala | Name | Anzeichen an Land | km/h |
| 0 | Windstille | Rauch senkrecht aufsteigend | bis 0,7 |
| 1 | Zug | Rauchfahne abgelenkt | bis 5 |
| 2 | leichte Brise | an der Haut spürbar | bis 12 |
| 3 | schwache Brise | dünne Zweige schwanken | bis 39 |
| 4 | mäßige Brise | Fahnen flattern leicht | bis 28 |
| 5 | frische Brise | stärkere Zweige schwanken | bis 39 |
| 6 | starker Wind | Fahnen flattern heftig | bis 50 |
| 7 | steifer Wind | Bäum schwanken | bis 62 |
| 8 | stürmischer Wind | Kinder werden umgeworfen | bis 75 |
| 9 | Sturm | Kamin, Fensterläden brechen | bis 88 |
| 10 | schwerer Sturm | Bäume entwurzeln | bis 102 |
| 11 | orkanartiger Sturm | schwere Schäden an Häusern, Bäumen und Autos | bis 117 |
| 12 | Orkan | schwerste Verwüstungen auf dem Meer und an den Küsten | über 117 |
| Beaufort-Skala | Seegang | Augenschein | km/h |
| 0 | 0 | spiegelglatt | bis 0,7 |
| 1 | 1 gekräuselt | kleine Wellen ohne Schaumkronen | bis 5 |
| 2 – 3 | 2 schwach bewegt | kleine Wellen mit glasigen Kämmen | 6 bis 19 |
| 4 | 3 leicht bewegt | kleine Wellen bis 1 m Höhe | bis 28 |
| 5 | 4 mäßig bewegt | Wellen bis 2,5 m Höhe, Gischt | bis 39 |
| 6 | 5 grob | Wellen bis 5 m Höhe, Schaumflächen | bis 50 |
| 7 | 6 sehr grob | Wellen bis 9 m, streifenförmig, Schaum | bis 62 |
| 8 – 9 | 7 sehr grob | Wellenberge bis 22 m, rollende See | 63 bis 88 |
| 10 | 8 sehr hoch | Wellen bis 32 m, schweres Rollen | bis 102 |
| 11 – 12 | 9 außergewöhnlich schwer | Wellen bis 45 m, kaum Sicht | über 117 |
Sturm & Wind
Tropische Wirbelstürme (Zyklone = Tiefdruckgebiete) treten vor allem im August und September auf der Nordhalbkugel, im November und März auf der Südhalbkugel auf und betreffen immer wieder die gleichen Regionen: Hurrikan im Atlantischen Ozean, Taifun im Pazifik, Willy-Willy vor Australien. Der Tornado ist ein »milder« Hurrikan. Monsune sind unbeständige und unzuverlässig strömende, extrem feucht-warme sommerliche oder trocken-kalte winterliche Luftmassen in Südasien, die jahreszeitlich ihre Richtung um 120 °C ändern. Passate sind sehr beständige Luftmassen, die von den Rossbreiten (Hochdruckzellen) zur äquatorialen Tiefdruckrinne fließen: der Nordost-Passat auf der Nordhalbkugel, Südost-Passat auf der Südhalbkugel. Warme Fallwinde (Föhn, Chinook) schmelzen den Schnee.
Weitere Infos zu Stürmen (speziell Tornados) finden Wetterbegeisterte auf der englischen Seite www.tornadoproject.com.
• Durchschnittliche Windgeschwindigkeit in etwa 10 m Höhe über offenem, flachem Gelände von mehr als 75 km/h, 21 m/s, 9 Bft.
• Wiederholte Windböen in etwa 10 m Höhe über offenem, flachem Gelände von mehr als 103 km/h, 28 m/s, 11 Bft.
• Sehr starke konvektive Erscheinungen wie Hagelschlag, Tornados.
• Mehr als 15 cm Schnee in 12 bzw. 25 l/mm Regen in 6 Stunden.
• Verbreitete Glatteisbildung oder Tauwetter mit ergiebigen Regenfällen bei vorhandener Schneedecke von etwa 15 cm.
www.dwd.de
Website des Deutschen Wetterdienstes mit ausführlichen Wetter-Warnungen für einzelne Bundesländer.
www.unwetterzentrale.de
Ausführliche Unwetterwarnungen mit einzelnen Warnstufen für alle Bundesländer.
www.wetteronline.de/pegel
Die Wasserstände der wichtigsten deutschen Flüsse im Überblick.http://www.wetterfest.de
www.pegelstaende.de
Gewässerkundliches Informationssystem der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
www.outdoornet.de
Internationale Pegelstände und -dienste für Kajakfahrer und Kanuten, auch mit Infos zu Gewässersperrungen und allgemeinen Regelungen.